| GF30.20-P-3010DA | Elektronisches Fahrpedal Anordnung/Aufbau/Funktion | 13.1.98 |
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| 15.03.07 | Das Dokument wurde bis zu diesem Datum aktualisiert
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| Funktion
Gültig nur für Motoren mit LH. Das Elektronische Fahrpedal (EFP) arbeitet in Verbindung mit der Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) und dient zur Verbesserung des Anfahr- und Beschleunigungsverhaltens sowie der Fahrstabilität. Im Steuergerät Elektronisches Fahrpedal (EFP) sind die Funktionen Leerlaufregelung, Tempomat und elektronische Motorregulierung integriert. Das Steuergerät EFP erhält bei Zündung EIN Spannung. Über die Regulierung wird mit dem Fahrpedal die Stellung des Sollwertpotentiometers verändert. Die Signalspannung des Sollwertpotentiometers wird an das Steuergerät EFP weitergegeben. Die Drosselklappenstellung wird als Spannung am Istwertpotentiometer abgegriffen und liegt als Eingangssignal am Steuergerät EFP an. Über eine Endstufe im Steuergerät EFP wird der Stellmotor für die Drosselklappe angesteuert. Die Eingangssignale vom Sollwert- und Istwertpotentiometer werden im Steuergerät EFP verglichen. Weichen die beiden Signale voneinander ab, so wird entsprechend dem Sollwert die Drosselklappenstellung nachgeregelt. Um eine sofortige Drehmomentreduzierung erreichen zu können wird der Zündzeitpunkt kurzzeitig nach "spät" verstellt. Im Unterschied zum Steuergerät Tempomat kann das Steuergerät Elektronisches Fahrpedal (EFP) die Drosselklappe unabhängig von der Fahrpedalstellung auf- und zuregeln. |
Notlaufeinrichtung
Bei Störungen des EFP wird das System abgeschaltet. Die Betätigung der Drosselklappe beim Gasgeben erfolgt jetzt nur mechanisch, wobei die Drosselklappe nur ca. 2/3 geöffnet werden kann. Bei Fehlern an den Sicherheitskontakten wird die Motordrehzahl über die Sicherheits-Kraftstoffabschaltschaltung auf ca. 1200/min begrenzt. Bei nicht betätigtem Fahrpedal ist der Leerlaufsicherheitskontakt geschlossen und der mitgeführte Sicherheitskontakt offen. In beiden Fällen ist ein Weiterfahren möglich. ASR-Regelung Ist der Sollwert (Fahrpedal) höher als das auf die Straße übertragbare Antriebsmoment, so drehen die Räder durch (Schlupf). Der Schlupf wird vom Steuergerät ASR erkannt und über CAN-Datenbus an das Steuergerät EFP gesendet. Es wird die Drosselklappenstellung reduziert. D.h., solange ein Schlupf auftritt bestimmt das Steuergerät ASR die maximal mögliche Drosselklappenstellung. Um eine sofortige Drehmomentreduzierung zu erreichen wird dieses Signal gleichzeitig an das Schaltgerät EZL gesendet und der Zündzeitpunkt kurzzeitig nach "spät" verstellt. Ist in einem Fehlerfall die Abweichung zwischen Sollwert (Fahrpedalstellung) und Istwert (Drosselklappenstellung) zu groß, wird die Sicherheits-Kraftstoffabschaltung aktiviert. |
| MSR-Regelung
Die Motorschleppmomentregelung (MSR) ist unter folgenden Bedingungen wirksam: 1. Fahrzeuggeschwindigkeit von 20 bis 120 km/h 2. keine ASR-Regelung aktiv 3. Öffnungswinkel der Drosselklappe < 22,5° Tritt bei Gasrücknahme oder bei einem Rückschaltvorgang ein Schlupf an den Antriebsrädern auf, so wird dieser vom Steuergerät ASR erkannt und die Drosselklappe wird kurzzeitig geöffnet bis kein Schlupf mehr auftritt. Regulierung Das Reguliergestänge ist über den Antriebshebel und der innenliegenden Federkapsel durch eine lose Verbindung mit der Drosselklappe verbunden. Beim Motor 120 hat das Stellglied EFP für die linke Zylinderreihe (rechts am Motor angeordnet) "keine" Verbindung zum Reguliergestänge. Die Verstellung der Drosselklappe erfolgt hier nur durch die elektrisch/elektronische Ansteuerung. |
Tempomatfunktion
Die Tempomatfunktion kann nur bei einer Geschwindigkeit über 40 km/h durch Betätigen des Tastschalter Tempomat (S40) aktiviert werden. Der Tempomat schaltet ab, wenn das Brems- oder Kupplungspedal betätigt wird. Wenn z. B. bei defektem Bremslichtschalter das Fahrzeug > 1,5 m/s2 verzögert, wird die Verzögerung im Rechner erfaßt und das Stellglied geht mit größtmöglicher Geschwindigkeit auf die Fahrervorgabe. Verlangt der Fahrer über das Fahrpedal eine höhere Geschwindigkeit, so ruht die Tempomateinrichtung. Erkennt das Steuergerät ASR bei Tempomatbetreib einen Antriebsschlupf, so hat die Zurücknahme der Motorleistung Vorrang. Ist der ASR-Regelbetrieb länger als 0,5 ms in Funktion, so wird der Tempomat abgeschaltet. Ist die Differenzgeschwindigkeit zwischen Vorder- und Hinterrad zu groß, wird der Tempomat nach 0,5 s abgeschaltet. Maximale Differenzgeschwindigkeit: bis 149 km/h 3km/h ab 150 km/h 5 km/h Bei Tempomatbetrieb wird der mitgeführte Sicherheitskontakt mit einem Schalttransistor überbrückt. |
| Elektronisches Fahrpedal Anordnung | Motor 104, 119, 120 LH | GF30.20-P-3010-01DC | |
| Elektronisches Fahrpedal Aufbau | GF30.20-P-3010-02DA | ||
| Steuergerät Lufthitzdraht Anordnung/Aufgabe/Funktion | ra0704flh0020x
RA07.4-0020 | ||
| Steuergerät EFP/TPM/LLR Aufgabe/Aufbau/Funktion | GF30.20-P-3020DA | ||
| Stellglied EFP/TPM/LLR Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | GF30.22-P-4010D | ||
| Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/1) Anordnung/Aufgabe/Funktion | Motor 104, Motor 119 ohne TPM | GF27.19-P-3000A | |
| Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/3) Anordnung/Aufgabe/Funktion | Motor 119 mit TPM, Motor 120 | GF27.19-P-3000C | |
| Bremslichtschalter Anordnung/Aufgabe/Funktion | GF42.10-P-4000A | ||
| Tastschalter Tempomat Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | GF30.30-P-3100F | ||
| Grundmodul Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | GF54.21-P-4013L |